Notfallnummer
039954 361-361
Abwasserreinigung » WasserZweckVerband­ Malchin Stavenhagen

Abwasserreinigung

Durch die schadlose Abwasserabteilung und -behandlung wird das benutzte Trinkwasser dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zurückgeführt.

Abwasserreinigung bzw. -behandlung

Der WasserZweckVerband Malchin Stavenhagen hat die hoheitliche Aufgabe, das anfallende Abwasser störungsfrei aus den 19 Gemeinden des Verbandsgebietes abzuleiten und zu behandeln. Dazu dienen das über 383 km lange Kanalnetz und die 98 Abwasserpumpwerke, sowie die mobile Entsorgung mit 1.762 Kleinkläranlagen und 567 abflusslosen Gruben.

18 Kläranlagen inklusive dem Klärwerk Stavenhagen reinigen jährlich 1,74 Mio. m³ Abwasser.

Da nicht alle Bewohner im Verbandsgebiet an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind, sondern nur 78,84 %, unterteilt man die Abwasserreinigung in die zentrale und dezentrale.

Auch bei der Abwasserbehandlung muss die Qualität des gereinigten Abwassers gemäß dem Wasserhaushaltgesetz (WHG) des Bundes und dem Landeswassergesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LWaG) überwacht werden.

Kläranlagen des Versorgungsgebietes

Ortsname angeschlossene Orte Baujahr Kapazität in EW
Basedow

Basedow

1988 450
Faulenrost

Faulenrost

2006 429
Galenbeck

Galenbeck

1993 160
Groß Helle

Groß Helle

2015 20
Ivenack

Ivenack

1990 1.533
Kastorf

Kastorf

1994 280
Kittendorf

Kittendorf

1967 350
Knorrendorf

Knorrendorf

1994 180
Liepen

Liepen

2012 <50
Mölln

Klein Helle
Mölln

1996 1.100
Pinnow

Pinnow

1994 105
Retzow

Retzow

1992 200
Ritzerow

Ritzerow

1994 450
Rosenow

Rosenow

1998 950
Stavenhagen

Duckow
Gielow
Gorschendorf
Grischow
Jürgenstorf
Klockow
Kummerow
Malchin
Neukalen
Pribbenow
Remplin
Salem
Stavenhagen
Weitendorf

2002 200.000
Sülten

Sülten

2012 80
Warsow

Warsow

1993 125

Klärwerk Stavenhagen

Das Klärwerk Stavenhagen ist mit einer Ausbaugröße von 200.000 Einwohnerwerten die größte Abwasserbehandlungsanlage des WasserZweckVerband Malchin Stavenhagen. Mit seiner Fertigstellung im Jahr 2002 sind wesentliche Voraussetzungen für die Entwicklung aller angeschlossenen Gemeinden und für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe geschaffen worden.

In das Klärwerk wird das Abwasser aus den Städten Malchin, Neukalen und Stavenhagen sowie den Orten Remplin, Salem, Gorschendorf, Gielow, Duckow, Jürgenstorf, Pribbenow, Grischow, Weitendorf, Kummerow und Klockow eingeleitet und behandelt. Darüber hinaus sind die abwasserintensiven Betriebe Pfanni, Cargill und SecAnim mit separaten Abwasserdruckrohrleitungen angeschlossen. Das Pfanniabwasser erfährt eine gesonderte Vorbehandlung. Insgesamt wird dem Klärwerk ein Abwasserstrom von ca. 4.400 m³ pro Tag zugeleitet.

Darüber hinaus werden der Schlamm aus 1.762 Kleinkläranlagen, die Inhalte von 567 abflusslosen Gruben sowie die Inhalte aus Fettabscheidern des Verbandsgebietes über die Fäkalannahme bzw. Fettannahme im Klärwerk behandelt.

Welche Stufen der Abwasserbehandlung gibt es?

  1. Mechanische Vorklärung
  2. biologische Abwasserbehandlung
  3. Nachklärung
  4. Schlammbehandlung
  5. Vorbehandlung des Pfanniabwassers
  6. Biogasbildung & Blockheizkraftwerk

Mechanische Vorklärung

Das ankommende Abwasser, sowie das gesammelte Abwasser aus den abflusslosen Gruben, durchströmt die zweistraßige Rechenanlage. Diese Anlage dient der Abscheidung von Feststoffen, die gewaschen, gepresst und danach auf die Deponie gebracht werden.

Nach dem Rechen gelangt das Abwasser in den belüfteten Langsandfang mit eingebautem Fettfang. Durch die Querschnittsvergrößerung im Sandfang wird die Fließgeschwindigkeit so herabgesetzt, dass sich die noch im Abwasser befindlichen mineralischen Feststoffe absetzen. Der parallel geschaltete Fettfang dient dem Sammeln von Fetten, Schwimmschlamm und Leichtflüssigkeiten.

Als weitere mechanische Reinigungsstufe durchfließt das Abwasser das Vorklärbecken. Die noch enthaltenen organischen Feststoffe werden hier als Schlamm zurückgehalten und der Schlammfaulung zugeführt.

Biologische Abwasserbehandlung

Das jetzt mechanisch vorgereinigte Abwasser fließt in das Bio P-Becken, wo mit Hilfe von Mikroorganismen 65 % des Phosphors abgebaut werden (biologische Phosphorelimination).

Die im Tagesdurchschnitt unterschiedlichen Abwassermengen können im Speicherbecken so ausgeglichen werden, dass die nachfolgende Belebungsanlage gleichmäßig belastet wird.

Im Belebungsbecken bauen Mikroorganismen mit Hilfe von eingetragenem Luftsauerstoff die organischen Schmutzstoffe ab und gleichzeitig erfolgt die Stickstoffreduktion (Nitrifikation / Denitrifikation).

Nachklärung

Das in der Belebungsanlage entstandene Schlamm-/Wassergemisch wird in den beiden Nachklärbecken getrennt. Dabei setzt sich der Schlamm, in dem von der Mitte nach außen durchströmten Becken, auf dem Boden ab. Das gereinigte Abwasser wird vor seiner Einleitung in den Vorfluter “Zuckergraben” permanent beprobt und mengenmäßig erfasst.